PRAXIS für
PRÄVENTIONSMEDIZIN

SchildAnim35s

PRAXIS für PRÄVENTIONSMEDIZIN

Bergstraße 7
36100 Petersberg

Tel. 0661 - 410 95 7 95
Fax.0661 - 410 95 7 94

eMail: praxis@praxis-kleemann.de

Kleine Knötchen - hohes Risiko

Kleine, helle Knötchen im Augenbereich gelten allgemein als kosmetisches Problem. Was jedoch viele nicht wissen: diese “Xanthelasmen”€ weisen auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko hin. In einer dänischen  Bevölkerungsstudie (British Medical Journal,http://www.bmj.com/content/343/bmj.d5497), in der über 12 000 Menschen 22 Jahre beobachtet wurden, konnte gezeigt  werden, dass das Risiko für Herzinfarkte um 48%, das Vorhandensein einer KHK (Erkrankung der Herzkranzgefäße) um 39% und die Sterblichkeit sogar um 14% gegen über der Normalbevölkerung erhöht ist. Die so genannten  “Xanthelasmen”€ sind ein Hinweis auf eine Fettstoffwechselstörung  (Hyperlipidämie) und sollten Anlaß für eine Diagnostik und ggfs.  präventive Therapie sein.

xanthelasma

Schmerzpatienten unterversorgt

schmerz

Von rund 12 Millionen Deutschen mit chronischen Schmerzen werden fast  40% überhaupt nicht therapiert. Ein Großteil ist unter- oder  fehlversorgt bzw. wird falsch behandelt, weil die Fachkenntnis für das  komplexe Krankheitsbild “Chronischer Schmerz”€ fehlt. Auch die  Wartezeiten für Schmerzpatienten auf den Beginn einer entsprechenden  Fachbehandlung mit durchschnittlich 1-6 Monaten ist deutlich zu lang und nicht akzeptabel; so die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage unter 1822 Schmerzpatienten.

Training bei KHK ist Stents überlegen

Regelmässiges körperliches Training zeigt sich auch bei der Koronaren  Herzkrankheit (KHK) der Anwendung von invasiven Maßnahmen (Herzkatheter) überlegen. In der PET-Studie (PTCA & Exercise Training) erhielten  101 Patienten mit stabiler KHK neben der üblichen medikamentösen  Standardtherapie eine Herzkatheteruntersuchung mit Revaskularisation  (Stent) oder die Patienten betrieben täglich 20min Sport (bei nur 70%  der Maximalbelastung). Nach einem Jahr war die Rate an Herzinfarkten  -wie auch Schlaganfällen, erneuten Herzkathetern oder  Klinikeinweisungen- in der Sportgruppe deutlich niedriger als in der  Gruppe, die einen Stent erhalten hatten (12% zu 30%). Selbst nach fünf  Jahren war dieser Vorteil noch nachweisbar. Auch Herzpatienten muß  deshalb geraten werden -unter Ärztlicher Aufsicht/Anleitung- regelmäßig  Sport zu treiben.

sport

Neues vom Antiarrhythmikum Dronedaron (Multaq)

multaq

Einst von uns Kardiologen als Nachfolger des verbreiteten Amiodarone  (Cordarex) heiß herbeigesehnt, da es -den Ankündigungen zufolge- keine  Cordarextypischen Nebenwirkungen habe. Leider haben sich alle  Erwartungen nicht erfüllt. Schon vorab hatte das Arzneimittel-Telegramm  (Berlin) vor Markteinführung vor drastischen Nebenwirkungen gewarnt.  Mittlerweile haben sich die Befürchtungen bestätigt. Nachdem  amerikanische Kollegen schon länger Nutzen und Anwendung infrage stellen (“I think, the drug is dangerous”€), hat nun endlich auch die  Europäische Arnzeimittelbehörde (EMA) eine  Neubewertung abgeschlossen: aufgrund Leberschädlichkeit und der Zunahme  kardiovaskulärer Komplikationen und Mortalität unter Einnahme des  Medikamentes (PALLAS-Studie), soll nun die Indikation drastisch  eingeschränkt werden. Zudem bestehen nun Hinweise auf Lungentoxizität.  In der amerikanischen Produktinformation (Beipackzettel) wurden deshalb  Warnhinweise auf interstitielle Lungenerkrankung wie Pneumonitis und  Lungenfibrose aufgenommen.

Studie zur Vorhersagbarkeit eines tödlichen Infarktes

Amerikanische Kardiologen veröffentlichten im September 2011 eine neue Studie zur Vorhersagbarkeit eines erneuten tödlichen Herzinfarktes durch  einfache  EKG-Auswertung. In der Studie werden hierfür drei Zeichen im  Langzeit-24h- EKG benannt, deren korrekte Auswertung die Prognose eines  tödlichen Infarktes um 50% erhöhen. In unserer Praxis wird das Verfahren routinemäßig bei allen EKGs durchgeführt.

infarkt

Kein Effekt von Sägepalmen-Extrakt bei Prostatavergrößerung (BPH)

saegepalme

Über die Wirksamkeit von Sägepalmenextrakt bei der gutartigen  Prostatavergrößerung (BPH) herrscht seit langem Uneinigkeit. Eine  aktuelle US-Studie, die im “The Journal of the American Medical Association (JAMA)”€  veröffentlicht wurde, zeigt nun keinen Unterschied gegenüber der  Einnahme von Placebo. In der 72-wöchigen Studienphase zeigte sich sogar  in der Placebogruppe ein besseres Abschneiden, als in der  Medikamentengruppe (in Standarddosierung); wenn auch statistisch nicht  signifikant.

Verbesserung des Blutzuckers ohne Steigerung des Hypoglykämie-
Risikos (Unterzucker)

Schon 1999 wurde in den USA die Zulassung für Geräte zur Langzeit-Blutzuckermessung erteilt. Was bei Blutdruck und EKG selbstverständlich und alltäglich ist, hat in der Diabetestherapie in Deutschland bislang  keinen Einzug gehalten. Obwohl Studien zeigen, dass durch  Langzeit-Blutzuckermessungen die Einstellung des Diabetes erheblich  verbessert werden kann, ohne das Hypoglykämierisiko zu erhöhen, wird  diese Leistung in Deutschland nicht von den gesetzlichen Kassen  übernommen. Natürlich bieten wir Ihnen dieses Verfahren im Rahmen der  Prävention und Optimierung des Diabetes an. Fragen Sie uns.

24hbz

Erneute Studie zur Diabetesprävention durch Bewegung

schritte

In einer australischen Studie wurde nun wieder bestätigt, was wir im  Grunde alle schon wissen: regelmäßige körperliche Bewegung und moderate  Gewichtsreduktion (BMI, Taillen-Umfang) führen zu einer nachweisbaren Senkung des Auftretens von Diabetes.
Die Studie beobachtete knapp 600 Patienten über 5 Jahre (AUSDIAB-Study) und kam zu folgendem einfachen Schluß: je mehr Schritte die Probanten pro  Tag zurücklegten, desto geringer war das Gewicht und desto geringer die  Diabetesprävalenz. Damit bestätigt sich die Empfehlung täglich 10 000  Schritte zu tun bzw. die aktuelle Schrittzahl um täglich 3000 Schritte  zu erhöhen. Pro 1000 Schritte/Tag konnte der BMI (BodyMassIndex) um 0,08 kg/m² gesenkt werden. Also dann mal losgelaufen ! Schrittzähler erhalten Sie bei unserem Praxisteam.

Präventionsmöglichkeiten bei Brustkrebs-Hochrisikopatientinnen

Frauen (wie auch Männer !) mit der genetischen Brustkrebs-Hochrisiko-Kombination (Gene BRCA1-3) benötigen ein intensiviertes Screening bzw.  Früherkennungsprogramm. Bei Trägern der entsprechenden Risikogene  beträgt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken nämlich bis zu 80% ! Auch das Risiko für Eierstockkrebs (Ovarial-CA) liegt hier bei bis zu 40%.  Neben der regelmäßigen Tastuntersuchung der eigenen Brust, wird die  regelmäßige Brustsonographie (alle 6 Monate) sowie die jährliche  Durchführung von MRT (Kernspinuntersuchung) bzw. Mammographie empfohlen. Präventive Ansätze (OP, präventive medikamentöse Therapie) können  Studien zufolge das Risiko für Eierstock- und Brustkrebs dann zusätzlich um bis zu 96% senken. Lassen Sie sich informieren ! Wir vermitteln  Ihnen gerne Kontakte zu entsprechenden Fachzentren.

brust

Leberschäden unter UMCKALOABO

leber

Alle Jahre wieder....Erkältungszeit. Und wieder gibt es Berichte über  Leberschädigung durch UMCKALOABO. Obwohl ein Wirksamkeitsnachweis des  Pelargoniumwurzelextraktes nach wie vor aussteht (die Europäische Arzneimittelbehörde EMA sieht die Wirksamkeit als nicht belegt), findet  der Extrakt breite Anwendung. Allerdings häufen sich die Meldungen über  ernsthafte Leberschädigungen. Bei zweifelhaftem Therapieprinzip aber  deutlichen Hinweisen für Lebertoxizität raten wir deshalb von der  Einnahme dringend ab.

Blutdrucksenkung schenkt Lebenszeit

Wie die Autoren der bereits 1991 publizierten SHEP-Studie nun in JAMA  bekannt geben, hat sich in einer 16jährigen Nachbeobachtungsphase  bestätigt, dass eine sinnvolle Blutdrucksenkung tatsächlich  Lebensqualität und Lebenzeit verlängert. Pro Monat erfolgter  Blutdrucksenkung ließ sich ein zusätzlicher Tag an Lebenszeit ohne  Herzinfarkt oder Schlaganfall gewinnen. Pro Jahr also 12 Tage, nach zehn Jahren damit vier Monate geschenkte, gesunde Lebenszeit. Ein guter  Grund den Blutdruck im Auge zu behalten und eine Langzeitkontrolle  durchführen zu lassen. Sprechen Sie uns darauf an !

grabstein

Gesundheit ist meßbar

FVA

Bereits in der Traditionellen Chinesischen Medizin war bekannt, dass ein Mensch stirbt, dessen Herz die Selbstregulationsfähigkeit verloren hat. Die Eigenregulation ist in unserem Körper eine essentiellen Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Neben dem Blutzucker, Blutdruck, dem Kreislauf, Ausscheidung und einer Vielzahl von Regulationsmechanismen im Körper, wird auch der Herzschlag dynamisch an die  Erfordernisse des Körpers angepasst.

Verliert der Körper diese Fähigkeit, kommt es zu Funktionsstörungen und nachfolgend zu Erkrankungen. Messungen der Herzfrequenzvariabilitiät (FVA) können daher zeigen, wie gesund das HerzKreislaufSystem ist und ob eine Therapie anschlägt. Die FVA wird in unserer Praxis bei jedem EKG durchgeführt.

Ebola

Ebolafieber ist eine meldepflichtige Infektionserkrankung mit hoher Sterblichkeit. Durch die aktuellen Erkrankungsausbrüche in Afrika ist die Erkrankung in den Medien aktuell in den Vordergrund gerückt. Die Übertragung kann von erkranken Menschen, von Tieren und von verschmutzten Gegenständen auf den Menschen erfolgen. Durch Desinfektion von Gegenständen und Isolierung der Erkrankten sowie durch Tragen von Schutzkleidung kann die Infektion zuverlässig verhindert werden. Lesen Sie hierzu auch das Informationsblatt (Ebola.pdf)

Startseite   Über uns   Wissenswertes   Risiko   Arbeitsmedizin   Impressum   Datenschutz